Analoges AC-Millivoltmeter

Millivoltmeter Front

Mit dem neuen True RMS-Millivoltmeter war das vor vielen Jahren entstandene analoge Millivoltmeter eigentlich überflüssig geworden. Das dort verbaute 10µA-Drehspulinstrument von Hartmann&Braun hat es dann doch nicht verdient, so sang und klanglos auf's Altenteil geschoben zu werden. Wäre schon schade. So wurde mit den inzwischen gewonnenen Erfahrungen eine Neukonzeption mehr Herzenssache als Notwendigkeit.

Dieses alte Millivoltmeter, mehrfach mit Anleihen aus [1] und später [2] aufgemöbelt, hatte einen alles andere als berauschenden Frequenzgang und eine eher bescheidene Anzeigegenauigkeit wegen eines nicht optimal frequenzkompensierten Eingangsteilers. Hier könnte das im o.g. True RMS-Millivolt-meter eingesetzte Konzept einer geteilten Spannungsteilung - hochohmig und grob am Eingang und nachfolgend niederohmig und feiner gestuft einen Schub bringen.

Die durch den RMS-Konverter im True RMS-Millivoltmeter bestimmte obere Grenzfrequenz sollte ganz nebenbei auch deutlich nach oben zu schrauben sein. Aber - geschenkt wird einem ja nichts - dieses Millivoltmeter kann nur Sinus.

Erreichte Daten des Mustergerätes:

  • Messbereiche 3mV bis 100V in 10 dB-Schritten,
  • Frequenzgang 10Hz bis 200kHz ± 0%, 10Hz bis 550kHz ± 1%, gemessen im 10mV-Bereich,
  • Genauigkeit, abhängig vom Drehspulinstrument, hier geschätzt 2% vom Skalenendwert,
  • Kalibrierung in RMS (nur) für sinusförmige Spannungen.

 

Referenzen

[1]  Stefan Sans, Voltmeter für Gleich- und Wechselspannungen, Funkschau 20/1980
[2]  Max Perner, mV-Meter für Gleich- und Wechselspannungen, FA 3/1999
[3]  Wechselspannungs-Millivoltmeter, ELRAD 8/9/1984
       http://theimann.com/Analog/Misc_Tech/NF_Milli/index.html
[4]  http://sound.whsites.net/appnotes/an002.htm
[5]  https://nanopdf.com/download/gleichrichter-vorsatz-fr-dvm_pdf