3 Einstellungen

  1. P3 vor dem Einbau auf Mittelstellung bringen.
    P7 vor dem Einbau auf maximalen Wert (gegen den Uhrzeigersinn) einstellen (Pinanordnung auf dem Board beachten). Damit ist der Bypass zur Drain-Source-Strecke von T1 zunächst unwirksam.
     
  2. Scope an der Ausgangsbuchse anschließen.
    Digitalmultimeter an Messpunkt MP anschließen.
     
  3. Mit P2 die AGC-Spannung am Messpunkt MP auf ca. -1,5 bis -2,5V bei 1kHz einstellen. Damit sollte ein Sinussignal am Scope zu sehen sein. Mit P1 und dem Bereichsschalter ein sicheres Schwingen über alle Frequenzen überprüfen. Ggf. mit P2 im obersten Bereich nachregeln, AGC-Spannung an MP immer negativ. Bei Problemen im obersten Frequenzbereich AGC-Spannung (negativ) erhöhen. Sie muss stabil stehen.
     
  4. Mit P3, Abschwächer auf 0dB und P4 voll aufgedreht, ein Ausgangssignal von 1,55V RMS (4,38Vpp) am Scope einstellen.
     
  5. Abschwächer auf GND, mit P6 0V DC-Offset einstellen.
     
  6. Abschwächer wieder auf 0dB, P4 voll aufgedreht. 600Ω Last an die Ausgangsbuchse anschließen, mit P5 755mV RMS (2,19Vpp, halbe Spannung ohne Last) einstellen.
     
  7. Nun die Feinjustierung auf bestes THD:
  8. PC-Soundkarte (Line in) an der Ausgangsbuchse anschließen. Das Ausgangssignal sollte 0,5V RMS = -3,8dBu = -6 dBV nicht überschreiten, besser weniger. Dazu Abschwächer auf -10dB und Feinregelung mit P4.
     
  9. Wahlweise Arta [5] oder Visual Analyser [6] starten.
    Arta-Einstellungen:
    "Gen": External
    "FS(Hz)": 44100
    "FFT": 16384
    "Smoothing": Hanning.
     
  10. Einstellung bei 1kHz:
    AGC-Spannung am Messpunkt MP ca. -1,5V bis -2,5V. THD messen, sollte bei ca. 0,01 bis 0,015% liegen.
    An P7 im Uhrzeigersinn drehen (Widerstand wird reduziert), dabei THD und gleichzeitig die AGC-Spannung an MP beobachten. Diese wird negativer. Mit P2 wieder zurücknehmen. Ab einer bestimmten Stellung von P7, abhängig von T1, vermindert sich das THD deutlich, in unseren Mustergeräten auf ca. 0,005% bei ca. -2,5V am Messpunkt MP bei 1kHz. Das sollte erst einmal reichen.

    Am DL6GL-Mustergerät wurde mit einem BF256C, IDSS = 15mA, ein Gesamtwiderstand parallel zur Drain-Source-Strecke (R9 + R10 + P7) von 150 bis 200Ω als optimal gefunden. Der mit R9 + R10 + P7 zu überstreichende Einstellbereich ist ca. 140…1.160Ω.
     

  11. Nun wie in Punkt 3 alle Frequenzbereiche auf sicheres Schwingen prüfen. Kritisch ist der oberste Bereich. Mit P2 und P7 ggf. nachkorrigieren.