2 HSMS285B-Detektor nach DJ4GC

Der zweite Ansatz mit einer zero bias Schottky-Diode HSMS285B [4] müsste die untere Nachweisgrenze noch etwas verbessern können. Die etwa halbierte Kniespannung gegenüber low barrier-Dioden bei geringen Durchlassströmen sollte das möglich machen. Dabei haben wir auf eine Arbeit von Carsten Vieland, DJ4GC, [5] zurückgegriffen.

HSMS285B Diode probe schematics

Abb. 7: Schaltbild des DJ4GC-Diodenmesskopfes.

Auf einen Abschwächer mit Eingangsanpassung wird hier verzichtet.

HSMS285B Diode probe PCB

Abb. 8: Die Platine dazu.

Die beiden 100Ω-Widerstände R1/R2 sind unmittelbar an der SMA-Eingangsbuchse im Winkel von je ca. 45° zur Platinenoberseite verlötet. C1 und R4 sind über Durchkontaktierungen mit der Massefläche auf der Rückseite verbunden. C1 ist hier wie im folgenden Abschnitt ein besonders verlustarmer ATC-Kondensator. Die Diode ist z.B. bei [6] zu bekommen, Artikel-Nr. HSMS-258B-BLKG.

Hier wie auch in der folgenden dritten Variante war der 2,2nF-Kondensator am Ausgang notwendig, Rest-HF vor dem ADC-Eingang des Powermeters abzuleiten und damit die Anzeige zu stabilisieren. Er wird direkt an der Ausgangsbuchse verlötet.

HSMS285B Diode probe S11

Abb. 9: Mit dem VNWA gemessene Eingangsanpassung des HSMS285B-Detektors.

Ohne das Anpassungs-Pi-Glied am Eingang ist die Eingangsanpassung nicht mehr ganz so gut wie im ersten Beispiel, aber mit einem S11 von 18dB bei 1,25GHz durchaus annehmbar. Darüber wird es aber zunehmend kritisch (Spektrum Analyser, Abb. 10).

HSMS285B Diode probe SWR

Abb. 10: Eingangsanpassung des HSMS285B-Detektors bis 3,2GHz.

HSMS285B Diode probe frequency response

Abb. 11: Abweichung der Poweranzeige gegen die Referenz.

Laut Datenblatt ist die HSMS285B für Pegel < -20dBm bis 1,5GHz spezifiziert, was die in Abb. 11 gezeigten Messungen klar bestätigen. Die Abweichung ist dort 0,8dB.

Das Ziel, die untere Nachweisgrenze zu verbessern, wurde mit -43dBm an unserem Powermeter auch erreicht.